was ist low-carb?

low-carb ist keine diät, sondern eine ernährungsform, denn nur wenn man seine essgewohnheiten langfristig umstellt, kann der jojo-effekt vermieden werden.

in der low-carb-ernährung wird auf den einsatz von kohlenhydraten in form von zucker, weissem mehl, kartoffeln und reis weitestgehend verzichtet. stattdessen dürfen stärkefreies gemüse, obst, fleisch, fisch, milchprodukte und hülsenfrüchte (in maßen) verzehrt werden.

populär wurde low-carb in den 1970er jahren durch die atkins-diät, entwickelt von dem amerikanischen arzt dr. robert atkins.

wie funktioniert low-carb?

um es mal vereinfacht auszudrücken: eiweiß sättigt länger als kohlenhydrate. vor allem nach dem verzehr von konzentrierten kohlenhydraten (z. b. weisses mehl, zucker) steigt der blutzuckerspiegel nach relativ kurzer zeit wieder und man bekommt appetit.

dies kann ich aus eigener erfahrung bestätigen. nach dem genuss von 300 g spaghetti hatte ich meist zwei stunden später wieder hunger. 200 g schnitzel, dazu etwas salat oder gemüse, machen mich hingegen den ganzen abend satt.

neben dem sättigungsgefühl zählt natürlich auch die kalorienbilanz. so hat ein mageres schweineschnitzel (unverarbeitet) ca. 120 kcal/100 g zu bieten, die gleiche menge spaghetti (ebenfalls unverarbeitet) schlägt hingegen mit ca. 330 kcal zu buche. man ist also mit einem drittel weniger kalorien doppelt so lange satt.

was ist „erlaubt“?

erlaubt ist was schmeckt, die menge macht es. die basis in der low-carb-ernährung bilden stärkefreies gemüse, obst und die guten öle, wie z. b. olivenöl, walnussöl oder rapsöl.

dann folgen die eiweisprodukte in form von fleisch, fisch, ei und (ungezuckerten) milchprodukten. auch auf hülsenfrüchte und nüsse muss man nicht verzichten.

etwas weniger darf es sein bei den vollkornprodukten (vollkornnudeln, brauner reis).

möglichst meiden sollte man weisses mehl, kartoffeln und zuckerhaltige nahrungsmittel.