protein-reis (ac-s)

reisersatz der firma ac-s mit ca. 14 g kohlenhydrate auf 100 g, bestehend aus sojaproteinsolat, weizenmehl, weizengluten, eialbumin, weizenprotein und ballaststoffen. brennwert: 1360 kj/320 kcal auf 100 g

protein-reis

der protein-reis lässt sich wie die kohlenhydrathaltige variante zubereiten, seine garzeit beträgt ca. 30 minuten (verhältnis trockenprodukt/wasser: 1:2).

in sachen konsistenz ist er dem „echten“ sehr ähnlich. geschmacklich würde ich ihn als eher neutral, mit einer leichten sojanote bezeichnen. in kombination mit einem leckeren sößchen oder pesto, ist der protein-reis aber durchaus eine alltagstaugliche alternative.

low-carb spaghetti (dreamfields)

mittlerweile befinde ich mich im siebten jahr low-carb und bin die ganze zeit auch ohne produkte aus der tüte klargekommen. damit das nicht immer so bleibt, habe ich jetzt mal eine lieferung pasta, fertigkuchenmischung, kekse und co. kommen lassen. meine erfahrungen damit werde ich in nächster zeit hier präsentieren.

etwas irritiert war ich über den kohlenhydratgehalt meines ersten testobjekts, den spaghetti des us-anbieters dreamfields. denn die kommen doch tatsächlich mit 73,21 g carbs auf 100 g trockenware daher. zum vergleich, handelsübliche hartweizennudeln enthalten ca. 71 g kohlenhydrate auf 100 g.

der trick hierbei soll sein, dass nicht alle enthaltenen kohlenhydrate verdaulich sind. denn bei der herstellung werden sie angeblich durch ein „nahrungsfaser-gel verkapselt“. was immer das auch sein mag. das scheint aber nur zu funktionieren, wenn eine kochzeit von zehn minuten nicht überschritten wird.

wie auch die klassische pasta, basieren die low-carb spaghetti von dreamfields hautpsächlich auf hartweizengrieß. sie enthalten zudem aber auch noch so leckereien wie inulin, guarkernmehl, xanthan-gummi, carrageen …

low carb spaghetti

… pektin, weizengluten, kaliumchlorid und sorbit.

zubereiten kann man sie wie jede andere nudel auch. geschmacklich und in sachen konsistenz konnte ich keinen unterschied zu „normaler“ pasta feststellen. preislich schlagen sie mit 85 cent je 100 g zu buche.

ich hatte zwar den eindruck, dass sie langanhaltend sättigen, kann das aber nicht anhand eines vergleichs mit der klassischen variante belegen.

schokolade und low-carb

durch ihren hohen zuckeranteil wirkt „normale“ schokolade (vollmilch ca. 55 % kh) nicht nur sofort beim futtern appetitanregend, nach dem genuss steigt der blutzuckerspiegel relativ schnell wieder an und man bekommt erneut lust auf die sündige süßerei. so ähnlich verhält sich das übrigens auch mit diätschokolade, die je nach verwendetem zuckeraustauschstoff dennoch einen kohlenhydratanteil zwischen 30 und 50 % haben kann.

schokolade

wer trotz low-carb nicht auf den gelegentlichen schokoladengenuss verzichten möchte, sollte es mal mit den zartbittrigen versuchen, die einen kakaoanteil von 90 % (ca. 14 % kh) bis 99 % (ca. 8 % kh) enthalten. sie sind zwar auch gezuckert, schmecken aber in der grundnote eher bitter und nach kakao. selbstverfreilich sind sie auch nicht ganz so cremig wie z. b. vollmilchschokolade.

vor allem an den geschmack und die konsistenz der bitterschokolade mit einem kakaoanteil von 99 % muss man sich erst gewöhnen. einfacher gelingt der einstieg mit der 90%igen variante.

mit ca. 530 kcal (99 %) und 590 kcal (90 %) auf 100 g bieten die bitteren jedoch keine kalorienersparniss gegenüber z. b. vollmilchschokolade (ca. 548 kcal/100 g).

low-carb pommes (outtake)

die idee war so einfach wie genial, anstatt die kohlenhydratreichen kartoffeln zu verwenden, schnippeln wir uns doch mal ein paar pommes aus kohlrabi und klatschen sie in die friteuse. das da geschmackliche differenzen entstehen, war mir klar und auch, dass es bräunungs- und konsistenztechnisch vielleicht etwas ungewohnt enden wird. der farbe wollte ich jedoch mit einer prise brathähnchengewürzsalz auf die sprünge helfen.

low carb pommes

wider erwarten bräunten die „low-carb pommes“ recht gut. nur in sachen taste and feel kam das ganze dezent matschig und süss rüber. erinnert mich irgendwie an den frass der ehemaligen ddr autobahnraststätten …

pommes low carb

was ist low-carb?

low-carb ist keine diät, sondern eine ernährungsform, denn nur wenn man seine essgewohnheiten langfristig umstellt, kann der jojo-effekt vermieden werden.

in der low-carb-ernährung wird auf den einsatz von kohlenhydraten in form von zucker, weissem mehl, kartoffeln und reis weitestgehend verzichtet. stattdessen dürfen stärkefreies gemüse, obst, fleisch, fisch, milchprodukte und hülsenfrüchte (in maßen) verzehrt werden.

populär wurde low-carb in den 1970er jahren durch die atkins-diät, entwickelt von dem amerikanischen arzt dr. robert atkins.

wie funktioniert low-carb?

um es mal vereinfacht auszudrücken: eiweiß sättigt länger als kohlenhydrate. vor allem nach dem verzehr von konzentrierten kohlenhydraten (z. b. weisses mehl, zucker) steigt der blutzuckerspiegel nach relativ kurzer zeit wieder und man bekommt appetit.

dies kann ich aus eigener erfahrung bestätigen. nach dem genuss von 300 g spaghetti hatte ich meist zwei stunden später wieder hunger. 200 g schnitzel, dazu etwas salat oder gemüse, machen mich hingegen den ganzen abend satt.

neben dem sättigungsgefühl zählt natürlich auch die kalorienbilanz. so hat ein mageres schweineschnitzel (unverarbeitet) ca. 120 kcal/100 g zu bieten, die gleiche menge spaghetti (ebenfalls unverarbeitet) schlägt hingegen mit ca. 330 kcal zu buche. man ist also mit einem drittel weniger kalorien doppelt so lange satt.

was ist „erlaubt“?

erlaubt ist was schmeckt, die menge macht es. die basis in der low-carb-ernährung bilden stärkefreies gemüse, obst und die guten öle, wie z. b. olivenöl, walnussöl oder rapsöl.

dann folgen die eiweisprodukte in form von fleisch, fisch, ei und (ungezuckerten) milchprodukten. auch auf hülsenfrüchte und nüsse muss man nicht verzichten.

etwas weniger darf es sein bei den vollkornprodukten (vollkornnudeln, brauner reis).

möglichst meiden sollte man weisses mehl, kartoffeln und zuckerhaltige nahrungsmittel.

low-carb chips

mit einem ca. 40 %igen kohlenhydratanteil sind kartoffelchips so überhaupt nicht low-carb. vor allem ihre appetitanregende wirkung macht den genuss zu einer echten kalorienschlacht. wer trotzdem nicht auf das knabbern verzichten möchte, kann auf schweinekrustenchips zurückgreifen. der kohlenhydratanteil dieser low-carb chips liegt bei ca. einem prozent. in sachen gesamtkalorien sind sie ähnlich üppig wie das kartoffelige original.

an den geschmack der schweinekrustenchips muss man sich jedoch gewöhnen. auf den ersten biss fand ich sie eher sub-lecker und dachte mir: so müssen schuhsohlen schmecken. mit jedem weiteren chip trat dann jedoch der prozess der gewöhnung ein. da sie um einiges dicker sind als ihre „normalen“ verwandten, krachen sie beim beissen ziemlich laut, was z. b. beim fernsehen durchaus störend wirken kann.

hergestellt werden diese low-carb chips aus unter hitze aufgeblasenen schweineschwarten, fett scheint dabei nicht zum einsatz zu kommen.

gefrorene eier

nein, dies ist kein low-carb rezept für gefrorene eier, sondern eher ein beispiel für verpeiltes kochen. da habe ich nämlich die rohen eier anstatt im kühlschrank in der gefriertruhe verstaut. sehen zumindest ganz schick aus, mit dem eispelz …

… vielleicht sollte ich doch ein low-carb rezept daraus machen ..?

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linsensprossen

linsen gehören zu den hülsenfrüchten und enthalten hochwertiges pflanzliches eiweiß. in moderaten mengen können sie täglich in der low-carb küche eingesetzt werden. getrocknet haben sie einen brennwert von ca. 270 kcal auf 100 g. lässt man sie jedoch keimen, so sinkt dieser wert auf ca. 120 kcal (auf 100 g). gleichzeitig werden aber durch den keimvorgang eine menge vitamine und mineralstoffe freigesetzt. aufgrund ihres hämagglutinin-gehalts sollte man linsensprossen vor dem verzehr blanchieren. verwenden kann man sie wie getrocknete linsen, sie eignen sich aber auch zum einsatz in salaten.

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die anzucht von linsensprossen

für die anzucht von linsensprossen gibt es z. b. in reformhäusern oder biomärkten spezielle anzuchtgläser. diese sind mit einem wasserdurchlässigen deckel ausgestattet, der das glas auch gleichzeitig stützt. das anzuchtglas wird zu knapp einem drittel mit linsen gefüllt, diese dürfen dann für ca. 24 stunden im wasser quellen. anschliessend wird das anzuchtglas umgedreht, sodass das wasser ablaufen kann. nun müssen die linsen täglich zweimal gespült werden. je nach temperatur beträgt die keimzeit zwischen ein und zwei tagen.

mozzarella

mozzarella ist ein aus italien stammender frischkäse, der entweder aus büffelmilch (mozzarella di bufala) oder aus kuhmilch hergestellt wird. wegen seiner vielfältigen einsatzmöglichkeiten, nicht nur in der italienische küche, erfreut er sich großer verbreitung. aufgrund dieser großen nachfrage wird er heutzutage meist aus kuhmilch hergestellt.

die büffelmilch-variante unterscheidet sich zu dem aus kuhmilch hergestellten mozzarella im fettgehalt und im intensiveren, leicht säuerlichen geschmack. der fettgehalt liegt bei ca. 50 % i. tr. (büffelmilch), bzw. ca. 45 % i. tr. (kuhmilch).

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angeboten wird er meist in kugelform, als normal und minis. eine aufgeblähte packung kann ein zeichen für überlagerung und beginnende gärung sein.

mozzarella eignet sich sehr gut für die low-carb-küche, z. b. zum überbacken von gemüse oder in der kombination mit olivenöl und basilikum als insalata caprese.

grana padano (italienischer hartkäse)

grana padano ist ein aus norditalien stammender, dem parmigiono regiano (parmesan) ähnelnder hartkäse. je länger er reift, desto intensiver wird sein geschmack. hergestellt wird er aus kuhmilch. jünger gehandelter grana padano eignet sich hervorragend für gerichte, die nicht durch einen ausgeprägten käsegeschmack überlagert werden sollen.

verwenden kann man ihn in der low-carb-küche z. b. in fleisch- und tofu-gerichten, für salate ist er ebenfalls gut geeignet. auch über wienerle oder bratwürste gerieben schmeckt er lecker.

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rezept: schnitzel natur mit tomaten und grana padano

zutaten: schnitzel (vom schwein oder vom kalb), tomaten, olivenöl, salz, pfeffer

das olivenöl in der pfanne erhitzen, die schnitzel salzen und darin anbraten. die tomaten schneiden und kurz in der pfanne anbraten. die schnitzel pfeffern, mit den tomaten belegen und den grana padano darüberreiben. noch kurz ziehen lassen, bis der käse beginnt zu verlaufen.