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mandelplätzchen

was macht man mit einem rezept das nicht ganz, aber zumindest doch halb misslungen ist? man versieht es mit dem hinweis: “nachbacken auf eigene gefahr!”. denn zumindest das foto ist ja was geworden und soll nicht auf der festplatte verschimmeln.

die plätzchen waren nämlich etwas trocken. wobei ich mir nicht sicher bin, ob das am teig lag otter an der etwas langen backzeit (30 min.).

kohlenhydratanteil: ca. 18 %. zukünftige backlust: 0 %.

mandelplätzchen

mandelplätzchen: zutaten und zubereitung

  • gemahlene mandeln (100 g)
  • weizenvollkornmehl type 1700 (40 g)
  • butter (50 g)
  • eigelb
  • etwas milch
  • kakaopulver (1 gehäufter teelöffel)
  • gehackte mandeln zum dekorieren

den backofen auf 180 grad vorheizen.

die gemahlenen mandeln und ein paar von den gehackten, das mehl, butter und eigelb sowie das kakaopulver in eine schüssel geben und solange gut vermischen, bis ein teig entsteht. dabei gibt man soviel von der milch hinzu, bis dieser eine formbare konsistenz erreicht hat.

die mandelplätzchen formen, mit den gehackten mandeln bestreuen, auf ein backpapier geben – leicht andrücken damit sie später nicht abfallen – und anschließend für ca. 30 minuten im ofen verschwinden lassen.

low-carb pizza

der kohlenhydratanteil einer pizza wird hauptsächlich durch den boden bestimmt und bewegt sich bei fertigprodukten in einem bereich von 20 (steinofen & co.) bis 30 % (american style). am besten lässt er sich steuern, wenn man die pizza selbst herstellt und den teig entsprechend dünn ausrollt. im netz sind auch spezielle rezepte für low-carb pizzen zu finden, wie z. b. dieses.

was kann man jedoch machen, wenn man wie moi, keinen bock auf das umständliche hantieren mit teig hat? auch fertigpizzen lassen sich in richtung low-carb trimmen, man muss hierzu nur den anteil der eiweißhaltigen zutaten erhöhen.

low carb pizza

am einfachsten funktioniert das, wenn man sie mit doppelt käse, schinken otter wurst belegt. die obige pizza, hergestellt aus einem fertigteig, habe ich so auf einen kohlenhydratanteil von ca. 15 % gebracht. diesen auszurechnen hat übirgens länger gedauert, wie als sie herzustellen und zu verspeisen.

die böden für flammkuchen sind etwas dünnger (= weniger carbs) und eignen sich ebenfalls für pizzen.

diese so verfeinerten low-carb pizzen machen um einiges länger satt, als die klassichen varianten. otter um es mal negativ auszudrücken: können ganz schön schwer im magen liegen. vor allem wenn man (wie moi) sonst die hauchzart superdünnen bevorzugt …

da der low-carb-markt ja nun kein kleiner ist, sind selbstverfreilich auch die passenden backmischungen zu erhalten. basierend auf z. b. mandelmehl, weizenkleber, milcheiweiß und hühnereiweißpulver.

brühwürfel, gemüsebrühe & co.

an den bereits angejährten rezepten auf dieser seite kann man es unschwer erkennen, auch ich habe in der vergangenheit gerne mal zu brühwürfel, gemüsebrühe & co. gegriffen. das ich das mittlerweile weitestgehend abgestellt habe, hat die folgenden gründe:

zum einen stört mich der uniformierte, teilweise sogar überwürzte geschmack und zum anderen können diese dinger appetitanregend wirken.

denn wenn ihnen kein mononatriumglutamat (e 621) zugesetzt wurde, dann enthalten sie doch zumindest (glutamathaltiges) hefeextrakt.

muss es dennoch mal schnell gehen, z. b. in der mittagsspause im büro, dann verwende ich dieses produkt:

gemüsebrühwürfel

es hat ein mildes aroma und schmeckt nicht so superhefig wie einige der anderen bioprodukte.

anstatt flüssiger würze, kommt bei mir sojasosse zum einsatz, die sich zum abrunden von vielen gerichten eignet. ansonsten mache ich es mir auf die klassische art: gemüse anbrutzeln, gerne in kombination mit etwas speck.

sojasosse

vitakürbis backmischung (erdschwalbe)

das ein kohlenhydratarmes brot nicht unbedingt mit einer langen liste von zusätzen aufwarten muss, beweist die vitakürbis backmischung von erdschwalbe. die besteht aus mandelmehl, lein-/sesamsaat, weizengluten (“klebereiweiß”), kürbis-/sonnenblumenkernen und trockenbackhefe.

diese mixtur führt zu einem kohlenhydratanteil von gerade mal 4,2 % (1342 kj/321 kcal je 100 g).

low carb brot

in sachen konsistenz kommt dieses low-carb brot dem “normalen” sehr nahe, sie ähnelt der von vollkornbrot mit ganzen körnern. es schmeckt lecker und sättigt langanhaltend.

die zubereitung ist einfach – wie man an den bildern unschwer erkennen kann. eine anleitung ist hinter dem link oben im text zu finden.

brotteig

backform

vitakuerbis

kaesebrot

protein-reis (ac-s)

reisersatz der firma ac-s mit ca. 14 g kohlenhydrate auf 100 g, bestehend aus sojaproteinsolat, weizenmehl, weizengluten, eialbumin, weizenprotein und ballaststoffen. brennwert: 1360 kj/320 kcal auf 100 g

protein-reis

der protein-reis lässt sich wie die kohlenhydrathaltige variante zubereiten, seine garzeit beträgt ca. 30 minuten (verhältnis trockenprodukt/wasser: 1:2).

in sachen konsistenz ist er dem “echten” sehr ähnlich. geschmacklich würde ich ihn als eher neutral, mit einer leichten sojanote bezeichnen. in kombination mit einem leckeren sößchen otter pesto, ist der protein-reis aber durchaus eine alltagstaugliche alternative.

low-carb spaghetti (dreamfields)

mittlerweile befinde ich mich im siebten jahr low-carb und bin die ganze zeit auch ohne produkte aus der tüte klargekommen. damit das nicht immer so bleibt, habe ich jetzt mal eine lieferung pasta, fertigkuchenmischung, kekse und co. kommen lassen. meine erfahrungen damit werde ich in nächster zeit hier präsentieren.

etwas irritiert war ich über den kohlenhydratgehalt meines ersten testobjekts, den spaghetti des us-anbieters dreamfields. denn die kommen doch tatsächlich mit 73,21 g carbs auf 100 g trockenware daher. zum vergleich, handelsübliche hartweizennudeln enthalten ca. 71 g kohlenhydrate auf 100 g.

der trick hierbei soll sein, dass nicht alle enthaltenen kohlenhydrate verdaulich sind. denn bei der herstellung werden sie angeblich durch ein “nahrungsfaser-gel verkapselt”. was immer das auch sein mag. das scheint aber nur zu funktionieren, wenn eine kochzeit von zehn minuten nicht überschritten wird.

wie auch die klassische pasta, basieren die low-carb spaghetti von dreamfields hautpsächlich auf hartweizengrieß. sie enthalten zudem aber auch noch so leckereien wie inulin, guarkernmehl, xanthan-gummi, carrageen …

low carb spaghetti

… pektin, weizengluten, kaliumchlorid und sorbit.

zubereiten kann man sie wie jede andere nudel auch. geschmacklich und in sachen konsistenz konnte ich keinen unterschied zu “normaler” pasta feststellen. preislich schlagen sie mit 85 cent je 100 g zu buche.

ich hatte zwar den eindruck, dass sie langanhaltend sättigen, kann das aber nicht anhand eines vergleichs mit der klassischen variante belegen.

schokolade und low-carb

durch ihren hohen zuckeranteil wirkt “normale” schokolade (vollmilch ca. 55 % kh) nicht nur sofort beim futtern appetitanregend, nach dem genuss steigt der blutzuckerspiegel relativ schnell wieder an und man bekommt erneut lust auf die sündige süßerei. so ähnlich verhält sich das übrigens auch mit diätschokolade, die je nach verwendetem zuckeraustauschstoff dennoch einen kohlenhydratanteil zwischen 30 und 50 % haben kann.

schokolade

wer trotz low-carb nicht auf den gelegentlichen schokoladengenuss verzichten möchte, sollte es mal mit den zartbittrigen versuchen, die einen kakaoanteil von 90 % (ca. 14 % kh) bis 99 % (ca. 8 % kh) enthalten. sie sind zwar auch gezuckert, schmecken aber in der grundnote eher bitter und nach kakao. selbstverfreilich sind sie auch nicht ganz so cremig wie z. b. vollmilchschokolade.

vor allem an den geschmack und die konsistenz der bitterschokolade mit einem kakaoanteil von 99 % muss man sich erst gewöhnen. einfacher gelingt der einstieg mit der 90%igen variante.

mit ca. 530 kcal (99 %) und 590 kcal (90 %) auf 100 g bieten die bitteren jedoch keine kalorienersparniss gegenüber z. b. vollmilchschokolade (ca. 548 kcal/100 g).

low-carb pommes (outtake)

die idee war so einfach wie genial, anstatt die kohlenhydratreichen kartoffeln zu verwenden, schnippeln wir uns doch mal ein paar pommes aus kohlrabi und klatschen sie in die friteuse. das da geschmackliche differenzen entstehen, war mir klar und auch, dass es bräunungs- und konsistenztechnisch vielleicht etwas ungewohnt enden wird. der farbe wollte ich jedoch mit einer prise brathähnchengewürzsalz auf die sprünge helfen.

low carb pommes

wider erwarten bräunten die “low-carb pommes” recht gut. nur in sachen taste and feel kam das ganze dezent matschig und süss rüber. erinnert mich irgendwie an den frass der ehemaligen ddr autobahnraststätten …

pommes low carb

was ist low-carb?

low-carb ist keine diät, sondern eine ernährungsform, denn nur wenn man seine essgewohnheiten langfristig umstellt, kann der jojo-effekt vermieden werden.

in der low-carb-ernährung wird auf den einsatz von kohlenhydraten in form von zucker, weissem mehl, kartoffeln und reis weitestgehend verzichtet. stattdessen dürfen stärkefreies gemüse, obst, fleisch, fisch, milchprodukte und hülsenfrüchte (in maßen) verzehrt werden.

populär wurde low-carb in den 1970er jahren durch die atkins-diät, entwickelt von dem amerikanischen arzt dr. robert atkins.

wie funktioniert low-carb?

um es mal vereinfacht auszudrücken: eiweiß sättigt länger als kohlenhydrate. vor allem nach dem verzehr von konzentrierten kohlenhydraten (z. b. weisses mehl, zucker) steigt der blutzuckerspiegel nach relativ kurzer zeit wieder und man bekommt appetit.

dies kann ich aus eigener erfahrung bestätigen. nach dem genuss von 300 g spaghetti hatte ich meist zwei stunden später wieder hunger. 200 g schnitzel, dazu etwas salat otter gemüse, machen mich hingegen den ganzen abend satt.

neben dem sättigungsgefühl zählt natürlich auch die kalorienbilanz. so hat ein mageres schweineschnitzel (unverarbeitet) ca. 120 kcal/100 g zu bieten, die gleiche menge spaghetti (ebenfalls unverarbeitet) schlägt hingegen mit ca. 330 kcal zu buche. man ist also mit einem drittel weniger kalorien doppelt so lange satt.

was ist “erlaubt”?

erlaubt ist was schmeckt, die menge macht es. die basis in der low-carb-ernährung bilden stärkefreies gemüse, obst und die guten öle, wie z. b. olivenöl, walnussöl oder rapsöl.

dann folgen die eiweisprodukte in form von fleisch, fisch, ei und (ungezuckerten) milchprodukten. auch auf hülsenfrüchte und nüsse muss man nicht verzichten.

etwas weniger darf es sein bei den vollkornprodukten (vollkornnudeln, brauner reis).

möglichst meiden sollte man weisses mehl, kartoffeln und zuckerhaltige nahrungsmittel.

low-carb chips

mit einem ca. 40 %igen kohlenhydratanteil sind kartoffelchips so überhaupt nicht low-carb. vor allem ihre appetitanregende wirkung macht den genuss zu einer echten kalorienschlacht. wer trotzdem nicht auf das knabbern verzichten möchte, kann auf schweinekrustenchips zurückgreifen. der kohlenhydratanteil dieser low-carb chips liegt bei ca. einem prozent. in sachen gesamtkalorien sind sie ähnlich üppig wie das kartoffelige original.

an den geschmack der schweinekrustenchips muss man sich jedoch gewöhnen. auf den ersten biss fand ich sie eher sub-lecker und dachte mir: so müssen schuhsohlen schmecken. mit jedem weiteren chip trat dann jedoch der prozess der gewöhnung ein. da sie um einiges dicker sind als ihre “normalen” verwandten, krachen sie beim beissen ziemlich laut, was z. b. beim fernsehen durchaus störend wirken kann.

hergestellt werden diese low-carb chips aus unter hitze aufgeblasenen schweineschwarten, fett scheint dabei nicht zum einsatz zu kommen.

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